Kundendaten für globale KI-Modelle: Neue Setup-Option zum Abschalten

Seit Spring ’26 lässt sich in Setup abschalten, dass Salesforce anonymisierte Kundendaten für globale prädiktive Modelle nutzt. Was die Einstellung bedeutet.

Eine Einstellung in Setup hat in der Community für Diskussionen gesorgt. Seit Spring ’26 können Admins selbst festlegen, ob Salesforce auf Kundendaten ihrer Org zugreifen darf, um globale prädiktive KI-Modelle zu trainieren. Bisher war dafür ein Support-Fall nötig. Je nach Org heißt die Option etwa „Opt Out of Customer Data Access“ oder „Allow Salesforce Access to Customer Data“.

Worum es geht

Laut Salesforce werden globale Modelle mit anonymisierten, de-identifizierten Kundendaten trainiert, die in einem größeren Datenbestand zusammengefasst werden – sofern ein Kunde nicht widersprochen hat. Gemeint sind prädiktive Funktionen aus der Einstein-Welt. Generative KI-Funktionen wie Agentforce stützen sich nicht auf diese globalen Modelle, betont Salesforce.

Für die meisten Orgs ist die Nutzung standardmäßig aktiv. Ausgenommen sind Government Cloud und Kunden, die bereits früher über den Support widersprochen haben.

Was das Abschalten bewirkt

  • Ab dem Widerspruch nutzt Salesforce keine neuen Daten mehr aus der Org.
  • Daten, die vorher bereits genutzt wurden, können laut Salesforce anonymisiert weiter für das erneute Training der globalen Modelle verwendet werden.

Was Admins tun sollten

Admins sollten die Einstellung in ihrer Org prüfen und mit Datenschutz und Rechtsabteilung abstimmen, ob die Nutzung zu den eigenen Verträgen und Richtlinien passt. Kritiker merken an, dass viele KI-Anbieter für Unternehmensdaten inzwischen auf ausdrückliche Zustimmung setzen. Andere weisen darauf hin, dass die Regelung nicht neu ist, sondern seit der Einführung von Einstein besteht – nur jetzt sichtbarer in Setup.

Quellen: Salesforce Blog · Salesforce Time · Nebula Consulting