Salesforce-Aktie auf Dreijahrestief nach 13 Verlusttagen in Folge
Nach der Fin-Übernahme rutscht die Aktie so tief wie seit Anfang 2023 nicht mehr. Investoren fürchten, dass KI-Agenten das Lizenzmodell untergraben.
Die Salesforce-Aktie ist im Juni auf den tiefsten Stand seit Anfang 2023 gefallen. Nach Berichten schloss sie am 22. Juni bei 149,78 US-Dollar, nach 13 Handelstagen mit Verlusten in Folge – die längste Verlustserie der Firmengeschichte.
Die Gründe
- Fin-Übernahme: Die am 15. Juni angekündigte Übernahme für rund 3,6 Milliarden US-Dollar werteten manche Anleger als Zeichen, dass Salesforce Wachstum zukaufen müsse. RBC-Analyst Rishi Jaluria nannte den Deal zwar logisch, aber mit „viel zu integrieren“.
- Lizenzmodell unter Druck: Investoren fürchten, dass KI-Agenten die sitzplatzbasierten Abonnements verdrängen, von denen Salesforce lebt. KeyBanc sprach von einem „AI-Displacement-Narrativ“, das Salesforce besonders hart treffe.
- Allgemeine Stimmung: Anbieter von Anwendungssoftware stehen seit Jahresbeginn unter Druck.
Gegenstimmen
Andere Beobachter halten den Kursrückgang für überzogen und verweisen auf solide Zahlen, etwa 6,6 Milliarden US-Dollar Free Cashflow im letzten Quartal. Damit sich die Aktie nachhaltig erhole, müsse Salesforce aber wieder schneller wachsen, schrieb The Motley Fool im Juli.
Ende August, nach den Zahlen zum zweiten Quartal, legte die Aktie dann deutlich zu.
Quellen: Salesforce Dictionary · The Motley Fool · TIKR