MFA-Pflicht: Neuer Zeitplan nach kurzer Pause – Produktion ab 20. Juli

Nach einer kurzen Unterbrechung setzt Salesforce die MFA-Pflicht wieder durch: Sandboxes ab 6. Juli, Produktionsorgs gestaffelt ab 20. Juli 2026.

Die Durchsetzung der MFA-Pflicht für alle Mitarbeiter-Nutzer lief nicht ganz nach Plan. Anfang Juli setzte Salesforce sie kurzzeitig aus. Grund war ein Fehler: Nutzer mit bereits registrierten Sicherheitsschlüsseln wurden bei der Einrichtung phishing-resistenter MFA aufgefordert, neue Schlüssel zu registrieren.

Inzwischen gilt ein neuer Zeitplan:

  • Sandboxes: ab 6. Juli 2026, gestaffelt über zwei Tage
  • Produktion: ab 20. Juli 2026, gestaffelt über 15 Tage

Zuerst betroffen sind privilegierte Nutzer – System Administrator und Nutzer mit Modify All Data, View All Data, Customize Application oder Author Apex. Für sie gilt phishing-resistente MFA, also Passkeys, biometrische Authentifikatoren oder Hardware-Sicherheitsschlüssel. Danach folgt Standard-MFA für alle übrigen internen Nutzer.

Worauf Teams achten sollten

  • SSO: Wer sich über einen Identity Provider anmeldet, muss sicherstellen, dass dieser ein ausreichend starkes Verfahren erzwingt und das an Salesforce meldet.
  • Integrationen: Reine API-Integrationsnutzer sind nicht betroffen, sollten aber geprüft werden, damit keine echten Nutzerkonten als Integration missbraucht werden.
  • Testautomatisierung: Automatisierte UI-Tests, die sich mit Benutzername und Passwort anmelden, brechen mit MFA. Testteams sollten auf geeignete Anmeldeverfahren umstellen, etwa über OAuth.
  • Helpdesk: Wer Nutzer bei verlorenen Geräten schnell zurücksetzen kann, vermeidet Stillstand am Stichtag.

Der Zeitplan kann sich ändern; maßgeblich ist der MFA-Hilfeartikel von Salesforce.

Quellen: Provar · Okta: FAQ zur MFA-Pflicht · AllCloud