Maps in Flow: Salesforce antwortet auf Idee von 2015 – mit anderen Werkzeugen
Statt einer Map-Collection nach Apex-Vorbild will Salesforce die zugrunde liegenden Probleme mit Get Related Records, einem neuen Datentyp und besseren Filtern lösen.
Eine der ältesten Ideen auf der IdeaExchange betrifft Salesforce Flow: Seit 2015 wünschen sich Admins Maps – Schlüssel-Wert-Sammlungen nach dem Vorbild von Map<Id, sObject> in Apex. Mehr als 1.300 Stimmen hat die Idee gesammelt. Flow kennt bisher nur einfache Collections, die einer Liste entsprechen. Wer Datensätze zuordnen will, baut verschachtelte Schleifen, die bei großen Datenmengen schnell an Grenzen stoßen.
Die Antwort von Salesforce
Am 21. Juli 2026 hat Salesforce auf die Idee reagiert – allerdings anders, als mancher gehofft hatte. Eine direkte HashMap-Funktion sei womöglich nicht die unmittelbare Priorität. Stattdessen will Salesforce die Bedürfnisse dahinter mit neuen Funktionen adressieren:
- Get Related Records soll allgemein verfügbar werden, um verknüpfte Datensätze ohne eigene Schleifen zu holen.
- Ein neuer benutzerdefinierter Datentyp soll ohne Apex auskommen.
- Filter- und Extraktionsfunktionen für verknüpfte untergeordnete Datensätze sollen ausgebaut werden.
Feste Termine gibt es dafür noch nicht.
Was heute schon hilft
Bis dahin bleibt das Collection-Filter-Element (seit Summer ’22) das wichtigste Werkzeug, um verschachtelte Schleifen zu vermeiden: Statt für jeden Datensatz die komplette zweite Sammlung zu durchlaufen, filtert man sie gezielt. Intern durchläuft der Filter die Sammlung zwar ebenfalls, der Flow bleibt aber übersichtlicher und spart Elemente. Für wirklich große Datenmengen ist eine aufrufbare Apex-Methode weiterhin die robustere Lösung.
Quellen: sfdcdevelopers.com · Salesforce Dictionary