Agent Context Engine: Salesforce will Agenten gemeinsamen Kontext liefern
Die auf der Dreamforce angekündigte Agent Context Engine soll als geteilte, gesteuerte Kontextschicht für Agenten auch außerhalb von Agentforce dienen.
Salesforce beschreibt in einem Blogbeitrag die Agent Context Engine (ACE), die das Unternehmen auf der Dreamforce angekündigt hat. Das Problem sei weniger fehlende Daten als fehlender Kontext: Identitäten, Transaktionen, Gespräche und Prozesse lägen verstreut vor, und Erinnerungen gehörten meist einem einzelnen Agenten.
ACE soll eine gemeinsame Kontextschicht sein, die über Agenten und Plattformen hinweg arbeitet. Laut Salesforce können Agenten auf Agentforce, Google ADK, AWS Bedrock, LangGraph oder dem OpenAI SDK darauf zugreifen. Agenten außerhalb von Agentforce nutzen dafür SDK-Code oder MCP-Tools und erhalten den Kontext im Rahmen ihrer erlaubten Berechtigungen.
Technisch baut ACE auf Data 360 auf und übernimmt Echtzeit-Pipeline, Zero-Copy-Zugriff, Identitätsauflösung, Tagging und Governance. Neu hinzu kommen eine Wissensgraph- und Traversal-Engine, die den Kontext per GraphRAG zusammenstellt. Eine Customer-Data-Platform-Einführung sei laut Salesforce nicht nötig.
Als Beispiel schildert der Beitrag einen Vertriebsagenten, der allein mit CRM-Daten einen Abschluss-Entwurf schreibt. Mit geteiltem Kontext erkennt er dagegen sinkende Produktnutzung, einen offenen Abrechnungsstreit, eine nicht unterzeichnete Compliance-Klausel und eine nach einem Ausfall bestätigte Preiszusage. Vertrauliche Inhalte wie eine juristische Prüfung bleiben ihm verborgen.
Das Beispiel stammt von Salesforce selbst und ist ein Szenario, kein Kundenbericht.
Quelle: Salesforce Blog